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Los Nr. 2210 - Numismatic Auction 91

Ausrufpreis:
10.000,00 EUR


Sachsen-Kurlinie ab 1486 bis 1547 (Ernestiner)
Friedrich III. der Weise 1486-1525 Doppelter Guldengroschen o.J. Hall. Auf seine bestehende Generalstatthalterwürde. Erhabenes Brustbild mit Drahthaube und mit Schriftzug IHS MARIA auf Brust nach rechts, FRID DVX SAX ELECT IMPER QVE LOCVM TENENS GENERA / Nimbierter Adler mit Brustschild nach links, MAXIMILIANVS ROMANORVM REX SEMPER AVGVST. 49,1 mm, 64,52 g Keilitz 70.1 (LP) Davenport - Schnee 36 Slg. Merseburger 417 (RR, 80,- GM) Tentzel 3/1 Äußerst seltenes und historisch interessantes Exemplar. Avers min. bearbeitet, sehr schön-vorzüglich

Diese prachtvolle Renaissanceprägung wurde anlässlich der Generalstatthalterwürde von Friedrich III., des Weisen, ausgegeben. Sie wurde dem Kurfürsten am 8. August 1507 von König Maximilian I. von Habsburg auf dem Reichstag von Konstanz übertragen. Nach der Rückkehr von Maximilian I. von seiner 1508 in Trient erfolgten Wahl zum Römisch-Deutschen Kaiser erlosch das Statthalteramt von Friedrich. Dennoch wurde ihm honoris causa gestattet, jenen Titel beizubehalten und bis zu seinem Tod weiterzuführen. Somit lässt sich das hier vorliegende Exemplar in eine Serie repräsentativer und historisch interessanter Prägungen einordnen, die durch ihre bestechende Kunstfertigkeit in der Porträtkunst zu Recht ihren Platz in der kunsthistorischen Betrachtung der deutschen Rennaisance einnehmen dürfen. Die Stempel zu unserem Stück stammen von Ulrich Ursenthaler aus Innsbruck. Die Prägung erfolgte in der Münzstätte Hall, der Heimat der Talerprägung. Die Stücke von Ursenthaler sind im Vergleich zu dem Nürnberger Stück von Hans Kraft unvergleichbar seltener. Insgesamt stellt dieses Stück ein besonderes Zeugnis sowohl von historischer, als auch kunsthistorischen Bedeutung dar.


Gebote

Status:
geschl. Auktion