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Lotto 1551 - Asta Numismatica 91

Base d'asta:
400,00 EUR


Brandenburg, Markgrafschaft
Unbekannt Brakteat Adler mit ausgebreiteten Schwingen von vorn im Perlkreis Slg. Bonhoff - Berger vgl. 2313 (im doppelten Perlkreis) Fd. Marburg vgl. 109 Leschhorn vgl. 5084 Bahrfeldt vgl. 355 0.25 g. Sehr seltenes und numismatisch interessantes Exemplar. Kl. Randausbruch, leicht gedrückt, sehr schön-vorzüglich

Das Stück ist hinsichtlich seiner Adlerdarstellung höchst interessant. Es sind in der Literatur ähnliche Stücke ohne Perlkreis (vgl. Bahrfeldt 355) und mit einem zweiten gröberen Perlkreis mit 24 Kugeln (siehe Berger 2313 und Fd. Marburg 109) und 16 Kugeln (siehe Leschhorn 5084) bekannt. Es handelt sich um den einzigen Typus mit Adlerdarstellung, dessen Zuordnung sich hier schwierig gestaltet. Am ehesten könnte man ihn mit Bahrfeldt 355 vergleichen, der sich aber auch hier mit einer Legung nach Brandenburg skeptisch zeigt. Laut Leschhorn wären neben den Grafen von Ziegenhain unter der Regentschaft von Gottfried VI. und Ludwig II. auch die Prägeherren von Hessen nicht auszuschließen. Ein kleineres Exemplar wurde einerseits mit 24 Kugeln im äußeren Perlkreis (siehe Schütz 114) und mit 16 Kugeln (siehe Leschhorn 5085) in der Literatur bereits Hessen zugeschrieben. Ein weiteres Stück wurde sogar ohne Kugelrand unter Schütz 114 beschrieben (allerding mit fraglicher Zuweisung nach Hessen und ohne Abbildung). Die Art dieses doppelten Perlkreises ist stilistisch an die bekannten Ziegenbocktypen angelehnt (vgl. Berger 2314, Slg. Löbbecke 971, Leschhorn 5086). Da aber dieses Stück hier stilistisch und durch den fehlenden markanten Perlkreis anders wirkt, scheint eine Zuordnung an dieser Stelle unwahrscheinlich. Stil und regionale Verbreitung scheinen zunächst für eine Zuweisung in den brandenburgischen Raum zu sprechen.


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